Schmerzmittel bei Zahnschmerzen

Die Zerstörung der Gewebe, die den Kronen- und Wurzelbereich des Zahns bilden, führt unveränderlich zur Entstehung der Missempfindung, und in den fortgeschritteneren Fällen zum akuten, pulsierenden oder ziehenden Schmerz. In der Stomatologie ist dem Zahnschmerz eine spezielle Bezeichnung – die Dentalgie oder Odontalgie – gegeben. Die Ursache der Entstehung von Schmerzempfindungen können Zahnfleischerkrankungen, Probleme mit dem Kiefer, Verletzungen nicht selten werden. Leider kann man zur Sprechstunde des Zahnarztes bei den ersten Zeichen der Missempfindung nicht immer kommen, deswegen ist es möglich, Tabletten gegen Zahnschmerzen für die Behebung der Symptome und Verbesserung des Wohlbefindens anzuwenden.

Es ist wichtig zu verstehen, dass keine Tablette die Ursache der Entstehung des Zahnschmerzes beheben kann. Der einzige Weg ist, die Dentalgie für lange Zeit zu beheben, sich an einen Zahnarzt für die therapeutische oder chirurgische Heilbehandlung zu wenden.

Inhalt

  1. Wie werden Zahnschmerzen behandelt?
  2. Welche Schmerzmittel bei mäßigen Zahnschmerzen?
  3. Welche Schmerzmittel bei starken Zahnschmerzen?
  4. Was tun, wenn Tabletten gegen Zahnschmerzen nicht helfen?
  5. Wie oft darf man Schmerzmittel einnehmen?

Wie werden Zahnschmerzen behandelt?

Die heutige Pharmakologie bietet eine große Auswahl an effektiven Arzneimitteln, die Missempfindungen vermindern können, welche von den zunehmenden zahnmedizinischen Erkrankungen oder Verletzungen verursacht sind. Man kann heutzutage die vielfältigen Medikamente gegen Zahnschmerzen in Apotheken kaufen. Man kann diese auf 3 Gruppen teilen:

  1. NSAR. In der Regel gilt die Entzündung als die Quelle der Entwicklung des Zahnschmerzes. Die NSAR nicht nur anästhesieren, sondern auch die Entzündung beheben und Schmerzempfindungen auf solche Weise vermindern.
  2. Analgetika. Sie wirken auf den Verlauf der Entzündung nicht; sie beheben die Quelle des Schmerzes durch die Wirkung auf die Nervenenden und Schmerzzentren im Gehirnbereich.
  3. Die lokalen schmerzstillenden Mittel. Das sind die Präparate nach Art von Lidocain und Novocain. Diese Arzneimittel fertigt man in der Regel in Form von Injektionen, aber man kann auch die kleinen Sprühdosen mit Lidocain finden – ein Hub und der Schmerz vergeht für 30-40 Minuten. Der Hauptnachteil von lokalen schmerzstillenden Arzneimitteln ist eine starke Wirkung auf die neben liegenden Gewebe, weshalb entsteht der Effekt von „Wattezunge“, man verliert die Hautempfindlichkeit im Wirkungsbereich, Geschmacksempfindungen fehlen.

Die größte Popularität haben in der Regel die Tabletten gegen Zahnschmerzen. Sie sind einfach in der Anwendung, und wenn man ein passendes Präparat anpasst, kann man sie nicht nur für die Behebung der Zahnschmerzen, sondern auch als das fiebersenkende Mittel, das Arzneimittel gegen Migräne, Gelenkschmerzen u. a. anwenden.

Welche Schmerzmittel bei mäßigen Zahnschmerzen?

  • Paracetamol. Das ist ein Universalmittel, das in jeder Hausapotheke gibt. Paracetamol hat keine antiphlogistische Wirkung und wirkt auf die Arbeit des Gehirns nicht. Der schmerzstillende Effekt wird durch die Wirkung auf die Schmerzrezeptoren auf dem Niveau des Nervensystems erreicht. Nach der Einnahme der Tablette mindert sich der Schmerz für 2-3 Stunden. Man darf bis 5 Tabletten pro Tag mit dem Abstand von nicht weniger als 4 Stunden einnehmen. Je höher die Dosierung von Paracetamol ist, desto besser der Effekt von der Einnahme der Tablette ist. Übrigens, wenn es kein reines Paracetamol bei der Hand gibt, kann man es durch die Portion des Pulvers gegen Erkältung ersetzen – es enthält auch dieses Präparat. Dieses Arzneimittel hat das Minimum der Kontraindikationen: Schwangerschaft und Stillen, individuelle Unverträglichkeit des Präparats. Paracetamol ist auch den Kindern unter 6 Jahren kontraindiziert.
  • Aspirin (Acetylsalicylsäure) ist ein NSAR. Es behebt einen milden ziehenden Zahnschmerz. Aspirin hat nicht nur eine schmerzstillende, sondern auch eine antiphlogistische Wirkung, nehmend dabei die Wirkung auf den Schmerzherd. Man darf 1-2 Tabletten gleichzeitig einnehmen; die maximale Tagesdosis beträgt dabei für Erwachsene 6 Tabletten. Aspirin wird den Kindern unter 15 Jahren, den Schwangeren (1. und 3. Trimena) und Stillfrauen, den Kranken an Lungenkrampf, Allergikern nicht verschrieben.
  • Ibuprofen ist auch ein NSAR. Ibuprofen behebt die Entzündung und wirkt mild auf den Schmerzherd. Es ist empfohlen, nicht mehr als 12 Tabletten pro Tag den Erwachsenen (dabei darf man nicht mehr als 4 Tabletten sofort einnehmen) einzunehmen. Je stärker der Schmerz ist, desto größer ist die Dosierung; dabei behebt Ibuprofen den akuten, pulsierenden Schmerz nicht – in diesem Fall ist es besser, sich an die ernsteren Arzneimittel wenden. Unter den Kontraindikationen sind Schwangerschaft und Stillen, Allergien, Herzerkrankungen, der erhöhte arterielle Blutdruck, Magenkrankheiten. Ibuprofen verschreibt man den Kindern unter 6 Jahren nicht. Ibuprofen wird in Form von Tabletten und Kapseln mit der Dosierung 200, 400 oder 600 mg hergestellt. Im schmerzmittel-shop gibt es Ibuprofen 600 rezeptfrei.
  • Togal Classic Duo (NSAR). Diese Tabletten bewältigen perfekt den Kopfschmerz. Sie können auch im Fall der Dentalgie helfen. In der Zusammensetzung der Tabletten gibt es Aspirin und Paracetamol, deswegen haben sie einen verdoppelten Effekt – sie werden die Entzündung beheben und den Schmerzherd beseitigen. Wenn Sie eine Allergie gegen eine der Komponenten des Präparats besitzen, dürfen Sie nicht Togal Classic Duo einnehmen. Diese Tabletten gegen Zahnschmerzen rezeptfrei darf man außerdem mit beliebigen alkoholischen Getränken bestimmt nicht kombinieren – in diesem Fall ist das Risiko, die Blutung in den Verdauungsorganen auszulösen, sehr hoch. Man kann 1 oder 2 Tabletten abhängig je nach der Stärke der Schmerzgefühle einnehmen. Es ist die Einnahme von nicht mehr als 4 Tabletten pro Tag zulässig. Togal Classic Duo dürfen Kinder unter 15 Jahren, Schwangere und stillende Mütter, Menschen mit Herz- und Verdauungskrankheiten nicht einnehmen.
  • Sie können versuchen, Voltaren (Diclofenac) 12,5 mg zu verwenden, wenn Sie Zahnschmerzen haben. Bei stärkeren Arten von Schmerzen mit Schwellungen oder Entzündungen, wie Weisheitszahnschmerzen und Zahnextraktionsschmerzen, versuchen Sie Voltaren Tabletten rezeptfrei 25 mg.
    Wenn die Schmerzen jedoch anhalten oder ein offensichtliches körperliches Problem vorliegt, wie z. B. eine Zahnhöhle, eine kaputte Füllung oder Zahnfleischbluten, sollten Sie sofort Ihren Zahnarzt aufsuchen.
  • Analgin Tabletten. Analgin behebt die Entzündung und schwächt den Schmerzsyndrom. Es ist den Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen. Die Maximaldosis beträgt 6 Tabletten pro Tag, dabei ist es möglich, 1-2 Tabletten einmalig einzunehmen. Die Kontraindikationen sind die individuelle Unverträglichkeit der Arzneimittelkomponenten, die Schwangerschaft, das Stillen, Herzkrankheiten.

Alle oben genannten Präparate haben das Minimum der Kontraindikationen und Nebenwirkungen. Dabei werden sie im Kampf gegen den starken, unverträglichen Schmerz nicht helfen. In diesem Fall kommen stärkere Schmerzmittel bei Zahnschmerzen zu Hilfe.

Welche Schmerzmittel bei starken Zahnschmerzen?

  • Ketorolac ist ein NSAR. Wie die Praxis zeigt, ist Ketorolac gerade eines der stärksten und höchstgefragten schmerzstillenden Mittel, die sogar den akutesten Zahnschmerz stillen können. Ketorolac verzögert die Produktion von Prostaglandinen (Hormonen, die für das Schmerzgefühl verantwortlich sind), übt eine antiphlogistische Wirkung aus. Die Hauptnebenwirkung von Keterolac ist die Verzögerung der Nierenfunktion. Die Kontraindikationen – Kinder unter 16 Jahren, Schwangere und Stillfrauen, Herzinsuffizienz, Verdauungskrankheiten, Nierenkrankheiten, das Asthma, die individuelle Unverträglichkeit des Präparats. Man darf nicht mehr als 9 Tabletten pro Tag einnehmen. Die maximale Zeit der Einnahme beträgt 5 Tage. Es ist wichtig zu bedenken, dass es die Minderung der Hirntätigkeit, Verzögerung der Reaktion nach der Einnahme von Ketorolac möglich ist, weshalb soll man aufs Autofahren nach der Einnahme von 1-2 Tabletten verzichten.
  • Beofenac (NSAR). Das ist ein relativ neues Arzneimittel, das sich schon als die feine Alternative für Keterolac präsentiert hat. Der Wirkstoff Aceclofenac ist größtenteils Ketorolac nach dem Prinzip der Wirkung ähnlich. Sein deutlicher Vorteil ist die kleinste Anzahl an Kontraindikationen (Kinder unter 18 Jahren, Schwangere im 3. Trimenon, eine Allergie gegenüber Bestandteilen des Arzneimittels).
  • Nimesulid wird in Form vom Pulver für die Bereitung einer Lösung hergestellt. Es hat eine antiphlogistische Wirkung, beseitigt den Schmerz, das Ödem, ist in Anwendung unschädlich.

Was tun, wenn Tabletten gegen Zahnschmerzen nicht helfen?

Es geschieht nicht selten, dass sich der Schmerz auch nach der Einnahme der starken schmerzstillenden Arzneimittel nicht beruhigt. Es geschieht aus vielen Gründen: Karies, Pulpitis, eine starke Zerstörung der Krone, der Eitersack an der Wurzel (übrigens, die Praxis zeigt, dass sogar die schmerzstillenden lokalen Injektionen solche wie Ultracain ineffektiv sein können). Man soll außerdem über die Individualität nicht vergessen – es gibt Menschen, die gegen die Wirkung der Arzneimittel einfach immun sind. Auch die Präparate, die auf das Zentralnervensystem und die Schmerzzentren im Gehirn wirken, können ineffektiv bei den Patienten sein, die sich im ständigen Stresszustand befinden.

Wenn keine Medikamente gegen Zahnschmerzen und Hausmittel helfen, soll man kein Wundermittel suchen, sondern in eine Zahnklinik für eine kompetente Hilfe gehen.

Wie oft darf man Schmerzmittel bei Zahnschmerzen rezeptfrei einnehmen?

Wie auch immer die Ursache des Zahnscherzes ist, darf man die Schmerzmittel auf keinen Fall missbaruchen:

  • erstens, bei der häufigen Einnahme gewöhnt sich der Organismus an das Arzneimittel und hört auf, darauf ordnungsgemäß zu reagieren;
  • zweitens, viele Präparate haben die Eigenschaft, sich im Organismus anzusammeln, und dabei einen Schaden der Arbeit von allen seinen Systemen zufügen – dem Blutgefäß-, Ausscheidungs-, Verdauungssystem;
  • drittens, alle schmerzstillenden Arzneimittel wirken auf das Nervensystem, deswegen beobachtet man die unerwünschten Nebenwirkungen im Fall der falschen Einnahme dieser Arzneimittel – Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit, erhöhte Nervenerregbarkeit usw.

Es gibt kein Universalempfehlungen für die Einnahme der schmerzstillenden Tabletten gegen Zahnschmerzen. Die Gebrauchsanweisung ist in jedem Arzneimittel anbei, in welcher die Dosierungen und Art der Anwendung je nach dem Charakter des Schmerzes, dem Alter, dem Körpergewicht des Patienten usw. genau beschrieben sind.

Wenn alle Empfehlungen zusammenfassen, kann man sagen, dass es nicht empfehlenswert ist, mehr als 3-4 Tabletten pro Tag einzunehmen (dabei ist es überhaupt besser, die starken Tabletten wie Nimesulid oder Keterolac nicht öfter als 2 Mal pro Tag einzunehmen).

Die schwächeren Präparate kann man in großen Dosierungen einnehmen (1-2 Tabletten auf einmal 3-4 Mal pro Tag). Aber wiederum, wenn der Schmerz stark ist und sie sollen 8 Tabletten Paracetamol einnehmen, um mit diesen fertig zu sein, ist es besser, 1-2 Tabletten Aceclofenac oder Ibuprofen einzunehmen – der Effekt wird ungefähr gleich. Bei Interesse können Sie den weiteren Blogbeitrag über Top 10 der stärksten Schmerzmittel lesen.

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