Mittel gegen Rheuma Schmerzen

Rheuma kann das Leben in vielerlei Hinsicht beeinträchtigen, aber Schmerzen scheinen die Menschen, die mit dieser Krankheit leben, am meisten zu belasten. Die Hauptursache für Rheuma Schmerzen sind Entzündungen, die zu Gelenkschwellungen führen.

Um Ihre rheumatischen Schmerzen in den Griff zu bekommen, brauchen Sie möglicherweise einige Zeit und verschiedene Medikamente – einige, um die Auswirkungen der Krankheit zu verlangsamen, und andere, um Ihre Schmerzen zu lindern. Lesen Sie weiter, um mehr über die Mittel gegen Rheuma Schmerzen, ihre Nebenwirkungen und die Gründe zu erfahren, warum Ihr Arzt sie empfehlen könnte. Es gibt 5 Hauptklassen von Medikamenten zur Rheuma-Behandlung – krankheitsmodifizierende antirheumatische Medikamente (DMARDs), Biologika, nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Analgetika und Kortikosteroide. Jede Medikamentenklasse spielt eine andere Rolle bei der Rheuma-Behandlung.

Inhalt

  1. NSAR gegen Rheuma Schmerzen
  2. Ibuprofen gegen Rheuma Schmerzen
  3. Naproxen Schmerzmittel bei Rheuma
  4. Celecoxib Tabletten gegen Rheuma Schmerzen
  5. Diclofenac gegen Rheuma Schmerzen
  6. Indometacin Mittel gegen Rheuma Schmerzen
  7. Meloxicam Schmerzmittel bei Rheuma
  8. Wer sollte keine NSAR einnehmen?
  9. Nebenwirkungen von NSAR
  10. Hilft Paracetamol bei Rheuma Schmerzen?
  11. Opioide gegen Rheuma Schmerzen
  12. Kortikosteroide
  13. Fazit
  14. Quellen

NSAR gegen Rheuma Schmerzen

Die meisten Ärzte empfehlen NSAR zur Linderung von Rheuma-Schmerzen und Entzündungen. Diese sind auch rezeptfrei unter verschiedenen Namen erhältlich, z. B. Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac. Ihr Arzt kann Ihnen auch stärkere Versionen von rezeptfreien Schmerzmitteln verschreiben, sowie solche, die nur auf Rezept erhältlich sind, wie z. B. Celebrex, Meloxicam, Indometacin, Etoricoxib etc.

Ibuprofen gegen Rheuma Schmerzen

Ibuprofen ist ein weit verbreitetes NSAR, das für seine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung bekannt ist. Es ist rezeptfrei als Tablette oder Kapsel in einer Dosierung von 200 bis 400 Milligramm (mg) erhältlich (Dosierungen 600 mg und 800 mg sind rezeptpflichtig). Ihr Arzt kann Ihnen höhere Dosen von 400 mg, 600 mg oder 800 mg verschreiben, um Ihre Rheuma-Schmerzen zu behandeln.

Einige Ibuprofen Tabletten sind so konzipiert, dass sie das Medikament langsam über einen längeren Zeitraum freisetzen, was die nächtliche Schmerzlinderung unterstützen kann. Sie können in Ihrer Apotheke Ibuprofen kaufen.

Wenn rezeptfreies Ibuprofen Ihnen nicht hilft, Ihre Rheuma Schmerzen in den Griff zu bekommen, oder wenn Sie etwas über einen längeren Zeitraum einnehmen müssen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Verschreibung eines stärkeren NSAR oder einer Kombination von Therapien, die wirksamer sein könnten.

Naproxen Schmerzmittel bei Rheuma

Naproxen ist ein NSAR, das zur Linderung der Symptome von Rheuma und anderen Arten von Arthritis, einschließlich Entzündungen, Schwellungen, Steifheit und Schmerzen, eingesetzt wird.

Naproxen zur Linderung von Schmerzen und Schwellungen ist rezeptfrei (250 mg) und in verschreibungspflichtiger Stärke (> 250 mg) erhältlich.

Freiverkäufliches Naproxen ist unter dem Markennamen Naprosyn erhältlich.

Celecoxib Tabletten gegen Rheuma Schmerzen

Celecoxib ist ein verschreibungspflichtiges NSAR, das häufig zur Behandlung von Gelenkschmerzen und Entzündungen verschrieben wird. Es ist unter dem Markennamen Celebrex oder als Generikum erhältlich. Celecoxib gehört zu einer Klasse von Medikamenten namens COX-2-Hemmer. Es wird in Kapselform geliefert und ist in vier verschiedenen Stärken erhältlich: 50 mg, 100 mg, 200 mg und 400 mg. Beim Schmerzmittelshop können Sie in Dosierungen 100 mg und 200 mg Celecoxib kaufen.

Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen, die mit Rheuma einhergehen, können mit Celecoxib stark reduziert werden.

Die Dosierung von Celecoxib für erwachsene PatientInnen beträgt 100 mg bis 200 mg zweimal täglich. Celecoxib wird nicht für lange Zeiträume verschrieben, da die Langzeitanwendung mit schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden ist. Dazu gehören Herzinfarkt, Schlaganfall und Geschwüre.

Diclofenac gegen Rheuma Schmerzen

Diclofenac ist ein NSAR, das zur Behandlung von leichten bis mäßigen Schmerzen eingesetzt wird. In der Dosierung 25 mg kann man Diclofenac Tabletten rezeptfrei kaufen. In höheren Wirkstärken ist es auf Rezept erhältlich. Es ist eine Kurzzeitbehandlung und sollte genau so eingenommen werden, wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat. Sie sollten alle Anweisungen zur Einnahme von Diclofenac sorgfältig befolgen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie Fragen haben.

Die empfohlene Dosis von Diclofenac zur Behandlung von Rheuma beträgt 150 mg bis 200 mg pro Tag in geteilten Dosen. Es gibt verschiedene Formulierungen von Diclofenac, das als Tabletten mit sofortiger Freisetzung und mit verlängerter Freisetzung erhältlich ist.

Eine weitere Form ist ein rezeptfreies Diclofenac Schmerzgel. Es wird zur Schmerzlinderung auf die Haut über schmerzenden Gelenken eingerieben. Sie kann die gleiche Linderung bieten wie Diclofenac zum Einnehmen, aber ohne dessen Nebenwirkungen und kardiovaskuläre Risiken.

Indometacin Mittel gegen Rheuma Schmerzen

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Indometacin ist ein NSAR, das zur Behandlung von leichten bis mäßigen Schmerzen, Entzündungen, Gelenksteifheit und Schwellungen im Zusammenhang mit Rheuma eingesetzt wird. Indometacin behandelt und lindert Schmerzen, solange Sie es einnehmen. Es ist nur mit einem Rezept von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin erhältlich.

Bevor Sie mit der Einnahme von Indometacin beginnen, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin über alle Medikamente informieren, die Sie derzeit einnehmen, denn es ist dafür bekannt, dass es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat. Die Einnahme von Indometacin kann bei bestimmten Erkrankungen unsicher sein. Informieren Sie daher Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über andere Erkrankungen, die Sie möglicherweise haben.

Indometacin kann die Ergebnisse von Blutuntersuchungen beeinflussen. Wenn Sie dieses Medikament einnehmen, sollten Sie das Laborpersonal und Ihren Arzt darüber informieren.

Indometacin ist dafür bekannt, dass es schwere Nebenwirkungen, einschließlich Magenblutungen, hervorrufen kann. Es sollte daher in der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzeste Zeit angewendet werden. Achten Sie darauf, dass Sie dieses Medikament genau so einnehmen, wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat.

Meloxicam Schmerzmittel bei Rheuma

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Meloxicam ist ein NSAR, das zur Behandlung der Symptome von Rheuma, einschließlich Entzündung, Schwellung, Steifheit und Schmerzen in den Gelenken, eingesetzt wird. Es ist in verschiedenen Formen erhältlich: als Tabletten, Kapseln, Suspension zum Einnehmen und als Schmelztablette. Wenn Sie Meloxicam kaufen möchten, wenden Sie sich an Ihren Arzt, damit er ein Rezept ausstellt, weil es ein starkes Mittel ist.

Meloxicam wirkt durch die Blockierung der Enzyme COX-1 und COX-2. Beide sind dafür bekannt, dass sie eine entzündungsfördernde Substanz namens Prostaglandin produzieren.

Meloxicam wird in der Regel in einer Einzeldosis von 7,5 mg verabreicht, die bis zu einer Höchstmenge von 15 mg pro Tag eingenommen werden kann. Die Nebenwirkungen von Meloxicam ähneln denen von anderen NSAR und umfassen Magenbeschwerden und Magen-Darm-Blutungen.

Wer sollte keine NSAR einnehmen?

Einige Menschen sollten keine NSAR einnehmen, darunter:

  • schwangere Frauen, insbesondere im dritten Trimester der Schwangerschaft
  • Kinder und Jugendliche mit viralen Infektionen
  • Personen mit einer bevorstehenden Operation, einschließlich zahnärztlicher Eingriffe
  • Menschen, die täglich drei oder mehr alkoholische Getränke konsumieren
  • Patienten mit Asthma, das sich bei der Einnahme von Aspirin verschlimmert
  • Personen, die älter als 65 Jahre sind
  • Patienten mit schwer einstellbarer Diabetes
  • Menschen mit einer Nieren- oder Lebererkrankung
  • Personen mit Blutungsproblemen
  • Menschen mit schwer zu kontrollierendem Blutdruck
  • Personen mit aktiver kongestiver Herzinsuffizienz
  • Personen mit einem Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Vergangenheit

Nebenwirkungen von NSAR

Nebenwirkungen treten häufiger auf, wenn Sie hohe Dosen über einen längeren Zeitraum einnehmen, älter sind oder unter schweren gesundheitlichen Problemen leiden. Freiverkäufliche NSAR haben im Vergleich zu stärkeren verschreibungspflichtigen NSAR weniger Nebenwirkungen.

Mögliche Nebenwirkungen von NSAR sind:

  • Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall etc.
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • allergische Reaktionen
  • Magengeschwüre
  • Leber- oder Nierenprobleme
  • Herz- und Kreislaufprobleme, einschließlich Herzversagen, Herzinfarkt und Schlaganfall

Hilft Paracetamol bei Rheuma Schmerzen?

Paracetamol Tabletten
Paracetamol oder Ibuprofen bei Erkältung

Das Schmerzmittel Paracetamol hat nur eine schwache entzündungshemmende Wirkung. Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei der Behandlung von rheumatoider Arthritis kaum hilft und die Schmerzen deutlich weniger wirksam lindert als NSAR.

Wenn Sie dennoch Paracetamol einnehmen, ist es wichtig, dass Sie es richtig anwenden. Höhere Dosen können zu Leber- und Nierenschäden führen. So sollten Erwachsene laut Packungsbeilage nicht mehr als 4 Gramm (4000 mg) pro Tag einnehmen. Das ist die Menge, die beispielsweise in 8 Tabletten mit je 500 Milligramm Paracetamol enthalten ist. Es wird außerdem empfohlen, zwischen zwei Einnahmen mindestens 6 Stunden zu warten. Zwei 500-mg-Tabletten Paracetamol im Abstand von sechs Stunden über einen Tag hinweg wären also die zulässige Höchstmenge.

Opioide gegen Rheuma Schmerzen

Opioide sind die stärksten verfügbaren Medikamente zur Schmerzlinderung. Sie sind nur auf Rezept erhältlich. Es gibt sie in Tablettenform zur oralen Einnahme oder als Injektionen.

Ärzte verschreiben Opioide an Menschen mit schwerem Rheuma und extremen Schmerzen. Zu den Opioiden gehören Codein, Codein in Kombination mit Paracetamol, Tapentadol, Morphin und Tramadol.

Opioide machen süchtig. Wenn Ihr Arzt sie verschreibt, muss er Sie daher genau überwachen. Wenn Sie zum Beispiel Tramadol bestellen möchten, sollten Sie zuerst unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen.

Eine 2019 durchgeführte Überprüfung von Kohortenstudien zum Opioidkonsum ergab, dass bis zu 40% der Menschen mit Rheuma regelmäßig Opioide einnehmen und dass die Wirkung von DMARDs nicht dazu beiträgt, den Bedarf an Opioiden zu verringern. Die Autoren stellten fest, dass die kurzfristige Einnahme eines Opioids viel wirksamer ist, um Rheuma-Schmerzen zu lindern, und dass die langfristige Einnahme die Wirksamkeit verringert und Sicherheitsbedenken erhöht.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Opioiden sind Schläfrigkeit, Verwirrung, Übelkeit, Verstopfung, Atembeschwerden und Euphorie. Die meisten Medikamente können negative Wechselwirkungen mit Opioiden aufweisen. Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, einschließlich rezeptfreier Medikamente, damit Sie das Risiko von Wechselwirkungen verringern können.

Die Kombination von Opioiden mit anderen Medikamenten oder Alkohol kann zu schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen führen, z. B. verlangsamte Atmung, verringerte Herzfrequenz oder Serotonin-Syndrom.

Manche Personen sollten keine Opioide einnehmen. Dazu gehören Kinder unter 12 Jahren, ältere Kinder mit Schlafapnoe oder Lungenerkrankungen, Menschen mit Drogenmissbrauch in der Vorgeschichte, Schwangere und ältere Erwachsene, die vergessen könnten, ob sie ihre Medikamente eingenommen haben oder nicht.

Kortikosteroide

Kortikosteroide sind Medikamente, die zur Behandlung von Rheuma und anderen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Diese Medikamente werden häufig eingesetzt, weil sie die Entzündung wirksam reduzieren. Beispiele für Kortikosteroide sind Betamethason, Methylprednisolon, Dexamethason und Prednison.

Diese Arzneimittel sind mit dem körpereigenen Hormon Cortisol verwandt. Cortisol ist ein Hormon, das für viele Körperfunktionen wichtig ist, und unser Körper braucht es zum Überleben.

Kortikosteroide sind nicht dasselbe wie anabole Steroide, die manchmal von Sportlern missbraucht werden. Anabole Steroide sind synthetische Versionen männlicher Sexualhormone und werden häufig zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt, die zu einem abnorm niedrigen Testosteronspiegel führen. Sie werden manchmal von Menschen missbraucht, die ihr körperliches Erscheinungsbild verbessern wollen.

Obwohl Kortikosteroide bei der Verringerung von Entzündungen recht wirksam sind, wird es empfohlen, diese Medikamente aufgrund ihrer potenziellen Toxizität zu vermeiden.

Fazit

Rheuma kann erhebliche Schmerzen und Behinderungen verursachen, aber die Behandlung ist heute einfacher und viel besser als je zuvor. Die Behandlung und das Schmerzmanagement sind der Schlüssel zur Verbesserung Ihrer Aussichten und Prognose bei Rheuma.

Zwar gibt es keine Heilung für Rheuma, aber eine Behandlung kann das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen, die Schmerzen lindern, die Symptome verbessern und Gelenkschäden verhindern. Durch die ständigen Fortschritte in der Rheuma-Behandlung sind die Aussichten für Betroffene besser als je zuvor und werden sich weiter verbessern.

Die meisten Menschen mit Rheuma können ein gesundes und aktives Leben mit milden Symptomen über viele Jahre oder Jahrzehnte mit nur wenigen Einschränkungen führen.

Quellen

  1. Rezeptfreie Schmerzmittel sicher anwenden. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Aktualisiert am 16. Juni 2021.
  2. Mahir Fidahic, Antonia Jelicic Kadic, Mislav Radic, Livia Puljak. Celecoxib for rheumatoid arthritis. Version published: 09 June 2017. Cochrane Library.
  3. Painkillers for rheumatoid arthritis. Last Update: May 20, 2020. IQWiG (Institute for Quality and Efficiency in Health Care).
  4. Day, Alvin Lee; Curtis, Jeffrey R. Opioid use in rheumatoid arthritis: trends, efficacy, safety, and best practices. Current Opinion in Rheumatology: May 2019 – Volume 31 – Issue 3 – p 264-270.
  5. Charlotte Hua, Frank Buttgereit, Bernard Combe. Glucocorticoids in rheumatoid arthritis: current status and future studies. RMD Open 2020;6:e000536. doi: 10.1136/rmdopen-2017-000536
  6. Liana Fraenkel, Joan M. Bathon, Bryant R. England et al. 2021 American College of Rheumatology Guideline for the Treatment of Rheumatoid Arthritis. Arthritis & Rheumatology. Volume 73, Issue 7. July 2021. Pages 1108-1123.

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